Laserkennzeichnung mit MPERIA® zur Anlagenautomatisierung

Ziel: Automatisierte Laserkennzeichnung als Ersatz für manuelle Etikettierung

Ein weltweit agierender Hersteller von individuell eingefärbten ABS-Kunststoffplatten suchte nach einer automatisierten Lösung zur Kennzeichnung von Kunststoffplatten, um ein veraltetes Verfahren zu ersetzen: Bisher wurden Papieretiketten manuell aufgebracht – ein arbeitsintensiver Prozess mit hohen laufenden Kosten.

Das Unternehmen benötigte eine Lösung, die ein kundenspezifisches Branding, Rückverfolgbarkeitscodes (inkl. Charge und Datum) sowie einen Richtungspfeil direkt auf das Produkt aufbringen konnte. Die Etiketten hatten sich durch die beim Herstellungsprozess von thermoplastischen Platten entstehende Wärme häufig gelöst – ein weiterer Schwachpunkt.

Ziel war es daher, die Materialkosten für Etiketten und die Entsorgung des Trägermaterials dauerhaft zu eliminieren. Zusätzlich musste die neue Lösung in der Lage sein, bei einer Liniengeschwindigkeit von 7,62 m/min an allen sechs Produktionslinien eingesetzt zu werden. Wichtig war außerdem, dass die bestehenden, PLC-basierten Produktionsprozesse und die kundenspezifischen Texteingaben weiterhin unterstützt werden.

Lösung: MPERIA®-Plattform mit CO2-Laser und PLC-Integration

Nach einer zweiwöchigen Testphase entschied sich der Hersteller für eine Laserkennzeichnung mit MPERIA® zur Anlagenautomatisierung auf Basis der CO2-Lasersysteme von Matthews Marking Systems. Zum Einsatz kamen 30-Watt-Laser, die jeweils paarweise an den Bahnkanten aller sechs Fertigungslinien installiert wurden. Sie übernehmen die direkte, kontaktlose Beschriftung der Kunststoffplatten – inklusive kundenspezifischem Branding und Rückverfolgbarkeitskennzeichnungen.

Die Steuerung der gesamten Lösung übernimmt die MPERIA®-Plattform, Matthews’ leistungsstarkes System für die automatisierte Produktkennzeichnung und zentrale Textverwaltung. MPERIA® kommuniziert direkt mit der bestehenden PLC-Schnittstelle des Kunden und übernimmt sowohl die Übermittlung der Druckdaten als auch den Empfang produktionsrelevanter Informationen.

Die Benutzeroberfläche vor Ort wurde speziell angepasst und um einen neuen Schritt zur Druckvorschau und Bestätigung erweitert. Dadurch konnten zusätzliche Steuereinheiten eingespart werden. Bei Produktwechseln kann der Bediener nun direkt prüfen und freigeben, welcher Code gedruckt wird. Die Eingaben des Bedieners werden automatisch in die vordefinierten Textfelder übertragen – Fehler bei der Inhaltserstellung werden damit vermieden.

Darüber hinaus fungiert MPERIA® als zentrale Steuerungseinheit für alle sechs Produktionslinien. Dadurch ist es möglich, alle Drucksysteme von einer Oberfläche aus zu verwalten – inklusive Fernsteuerung für Textwechsel und zentrale Datenpflege.

Ergebnisse: Materialkosten gesenkt, Prozesse automatisiert, Investition amortisiert

Die Einführung der Laserkennzeichnung mit MPERIA® zur Anlagenautomatisierung führte zu einer jährlichen Einsparung von über 65.000 USD an Materialkosten, da Etiketten und Trägermaterial vollständig entfallen.

Die direkte Laserkennzeichnung ermöglichte zusätzlich die Umsetzung individueller Branding-Lösungen für den Kunden, was neue jährliche Umsätze von ca. 150.000 USD generierte. Auch der Wegfall der manuellen Etikettierung führte zu einer Produktivitätssteigerung: Die eingesparten Arbeitsressourcen wurden in andere wertschöpfende Prozesse überführt – mit einem zusätzlichen Einsparpotenzial von 100.000 USD jährlich.

In Summe führte die Kombination aus automatisierter Anlagensteuerung, PLC-Integration und CO2-Laserkennzeichnung zu einer Amortisation der Investition in unter zwei Jahren.

👉Weitere Informationen erhalten Sie unter matthewsmarking.de oder per E-Mail an [email protected].