Einsparung von vorgedruckten Kartons durch Kartondirektdruck

Veraltete Etikettierprozesse kosten Zeit, Geld und Ressourcen. Corbion hat genau hier angesetzt – und durch die Umstellung auf eine In-Line-Kennzeichnungslösung nicht nur über 80.000 $ pro Jahr eingespart, sondern auch seine Produktion flexibler und effizienter gemacht.

Ausgangslage: Hohe Kosten und ineffiziente Prozesse durch Etiketten und Vordruck

Corbion, ein führender Hersteller von Lebensmittelzutaten mit Sitz in East Rutherford (New Jersey), verließ sich 2013 auf zwei veraltete Methoden zur Kennzeichnung seiner Versandverpackungen: Es wurden täglich über 10.000 Wellkartons mit Schablonen vorgedruckt, bei kleineren Chargen unter 100 Stück kamen selbstklebende Etiketten zum Einsatz.

Nach einer internen Analyse stellte das Unternehmen fest: Beide Verfahren waren kostenintensiv, arbeitsaufwendig und führten zu Prozessfehlern. Die vorgedruckten Kartons mussten eingelagert werden, was zusätzlichen Platz und Handling erforderte – häufig mit dem Ergebnis, dass Produkte in falsche Kartons verpackt wurden.

„Wir hatten oft einen Überschuss an vorgedruckten Kartons, was zu Sortierungsproblemen führte – beispielsweise wurden Produkte in die falschen Kartons verpackt – was zu vielen, nicht produktiven Arbeitsschritten im Zusammenhang mit diesem Teil der Produktion führte“, erklärt Alex Iskander, Continuous Improvement Manager bei Corbion.

Auch wirtschaftlich rechneten sich die beiden Methoden nicht mehr: Der Schablonendruck verursachte Kosten von 0,04 $ pro Karton, Etiketten sogar 0,12 $ – jeden Tag ein signifikanter Kostenfaktor bei tausenden Verpackungen.

Das Ziel war klar: Corbion suchte nach einer zeitgemäßen, robusten und wartungsarmen Lösung zur In-line-Kennzeichnung – geeignet für hohe Produktionsgeschwindigkeiten und schwierige Bedingungen, darunter konstant niedrige Umgebungstemperaturen von 1,67 °C und regelmäßige Luftverunreinigungen durch etwa Mehlstaub.


Die Lösung: Etikettenersatz durch In-Line-Kennzeichnung mit MPERIA® und T-Serie

Corbion entschied sich 2013 für eine In-Line-Kennzeichnungslösung von Matthews Marking Systems, die alle Anforderungen des Unternehmens erfüllte: Kosteneffizienz, einfache Integration in bestehende Linien, reduzierte manuelle Eingriffe und eine zuverlässige Druckqualität – selbst unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Die eingesetzte Lösung umfasste:

  • Die MPERIA® Automationsplattform, über die sämtliche Druckprozesse zentral gesteuert werden – auch linienübergreifend. Die benutzerfreundliche Touchscreen-Oberfläche ermöglicht eine schnelle Erstellung, Bearbeitung und Verwaltung von Aufschriften, ohne dass technisches Vorwissen notwendig ist.
  • Piezo-Tintenstrahldruckköpfe der T-100 Serie, die variable Informationen wie Chargennummern, Kartonzählungen und Produktionsdaten in hoher Qualität direkt auf poröse Materialien drucken.
  • Ein automatisches Reinigungssystem, das überschüssige Tinte rückführt, den Verbrauch reduziert und Wartungsaufwand minimiert.
  • Spezialtinte für kalte Produktionsumgebungen, die dank integrierter Heizelemente einsatzbereit bleibt – ohne die Raumtemperatur zu beeinflussen.

Ein zusätzlicher Vorteil: Bestehende Etikettenlayouts aus der bisherigen Software konnten direkt übernommen werden. Das reduzierte den Umstellungsaufwand erheblich und senkte die Fehlerquote – insbesondere bei falsch etikettierten Kartons.

Durch die intuitive Bedienung konnten Mitarbeitende Aufschriften deutlich schneller ändern, während das System gleichzeitig Markierungsfehler automatisch verhindert. Die Lösung führte damit nicht nur zu höherer Prozesssicherheit, sondern auch zu einem effizienteren Workflow in der Verpackungslinie.


Das Ergebnis: Jährliche Einsparungen von über 80.000 US-Dollar durch Etikettenersatz in-line

Seit der Implementierung des MPERIA®-Systems mit den Piezo-Tintenstrahldruckern der T-100-Serie konnte Corbion seine Produktionskosten deutlich senken. Durch den Umstieg auf die neue In-Line-Kennzeichnung spart das Unternehmen 0,038 $ pro  schabloniertem Karton und 0,118 $ pro etikettiertem Karton – eine erhebliche Reduzierung der Stückkosten.

Gleichzeitig wurde die Lagerhaltung vorgedruckter Kartons überflüssig, was nicht nur Platz sparte, sondern auch Sortierfehler reduzierte und manuelle Eingriffe im Verpackungsprozess minimierte. Alle relevanten Produktionsdaten – darunter Chargennummern, Kartonzählungen sowie Zeitstempel – werden nun zuverlässig direkt auf  Verpackungsmaterialien gedruckt.

Die zentrale Steuerung über die MPERIA®-Plattform ermöglicht eine schnelle Bearbeitung und Änderung von Druckinhalten durch das Bedienpersonal – ganz ohne umfangreiche Schulung oder Unterbrechung der Linie. Das sorgt für Effizienz, Flexibilität und weniger fehlerhafte Verpackungen.

Zwei Jahre nach der erfolgreichen Einführung wurde das System um die thermischen Inkjet-Drucker der MPERIA® L-Serie L12 erweitert, um zusätzlich Chargen- und Datumscodes mit hochauflösender Tinte aufzubringen. Dank der einheitlichen Plattform ließ sich die Erweiterung reibungslos integrieren.

Mehrere Jahre später brachte Matthews Marking die neue „E“-Version der T-Serie auf den Markt – ein optimiertes Modell, das bis zu 25 % schneller arbeitet, bei gleichbleibendem Kontrast, gestochen scharfer Druckqualität und höherer Wurfdistanz zum Substrat. Der größere Abstand reduziert die Gefahr von Kollisionen mit den Kartons, verhindert Staubansammlungen an den Düsen und verringert den Wartungsaufwand zusätzlich.

Iskander ist mit den Ergebnissen beider Implementierungen, sowie mit dem Service nach der Installation höchst zufrieden und hat Matthews Marking innerhalb des Corbion-Netzwerks weiterempfohlen.

„Ich habe meinen Kollegen unseren Erfolg mit den Systemen von Matthews bei Gesellschafterversammlungen sowohl für Nordamerika als auch weltweit präsentiert, und einige sind nun dabei, ähnliche Lösungen von Matthews zu kaufen oder dies zu planen.“ – Alex Iskander, Continuous Improvement Manager bei Corbion.

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